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Die aktuelle Ausgabe 1 2010

Aus dem Inhalt

Schwarzer Freitag?
oder
Neuanfang wagen!

Dr. Klaus Schneider, 1. Vorsitzender des VdF-NRWAuch im Jahr 2010 müssen in NRW Brände bekämpft und technische Hilfeleistungen erledigt werden. Dies geschieht – wie auch in den Vorjahren – vor Ort durch Angehörige von Freiwilligen, Berufs- und Werkfeuerwehren. Daran hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern.
Geändert hat sich die “Lobby”für diese ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte. Am Freitag, dem 11. Dezember 2009, ist dem alten Landesfeuerwehrverband NRW ( LFV NRW ) ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 2,7 Millionen €, die für die Renovierung des Hauses Phönix in Bergneustadt investiert worden sind, widerrufen worden. Das hatte zur Folge, dass – neben dem bereits laufenden Insolvenzverfahren für die Phönix gGmbH – am 4. Januar 2010 auch Insolvenzantrag für den LFV NRW gestellt werden musste.
Aufgeben oder neu anfangen, das war die Frage auf einer Sitzung am 12. Dezember 2009. Einstimmige Meinung: Wir wagen einen Neuanfang mit all seinen Unwägbarkeiten, aber auch mit all den damit verbundenen Chancen. Es muss in NRW einen starken Verband der Feuerwehren geben, der die Interessen aller Feuerwehrangehörigen gegenüber allen Institutionen vertritt. Nur Einigkeit macht in einer solchen prekären Situation stark.
Es geht weiter …
Der neu gegründete Verband der Feuerwehren in NRW (VdF NRW) will diese Aufgabe übernehmen. Die soziale und rechtliche Unterstützung der Feuerwehrangehörigen muss erhalten bleiben. Die Facharbeit muss weiterlaufen. Die Tätigkeit aller Feuerwehren muss in der Öffentlichkeit – auch durch eine transparente Information – den ihr gebührenden Stellenwert behalten. Die Mitwirkung bei der Fortschreibung gesetzlicher Vorschriften muss weiterhin möglich sein. Die kameradschaftliche Verbundenheit aller Feuerwehrangehörigen muss gestärkt und gesichert werden.
Allein können wir diese Herkules-Aufgabe nicht stemmen. Wir sind auf die Unterstützung durch die Verbände in den Kreisen und kreisfreien Städten, wir sind auf die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden angewiesen, die sich einbringen können und wollen. Nur gemeinsam können wir das Schiff wieder flott bekommen. Zeigen wir Feuerwehren in dieser schwierigen Situation, dass wir uns auf einander verlassen können, dass wir einander kameradschaftlich unterstützen können und wollen. Wenn wir das schaffen, dann gelingt uns auch ein erfolgreicher Neustart.
Auf diese solidarische Unterstützung und auf den baldigen
Eintritt vieler Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände in den neuen
Verband hofft


Dr. Klaus Schneider
1. Vorsitzender des VdF NRW

 

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Titelbild: Einsatz von Schneeketten bei der Feuerwehr
Foto: Ralf Fischer