Aus dem Inhalt
Weihnachts- und
Neujahrsgruß 2007
Stürmisch begann für die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen das Jahr 2007. Orkan ”Kyrill“ forderte gleich zum Jahresanfang vollen Einsatz bis an die Leistungsgrenzen. Die Millionenschäden waren das eine, schlimmer jedoch waren die vielen Verletzten und sogar Tote, auch in den eigenen Reihen. Hier hat sich einmal mehr gezeigt, unter welchen Gefahren Sie Ihren Dienst verrichten. Zu Recht wird Ihnen hierfür im ganzen Land hohe Wertschätzung und Anerkennung für Ihre Arbeit entgegengebracht. Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz: Die ausgedehnten Windbruchflächen brachten die nächsten Gefahren mit sich. Die Einsatzvorbereitung auf ein mögliches Waldbrandszenario zusammen mit den Forstbehörden zahlte sich bereits im April und Mai aus, als auf die ersten Waldbrände im Sieger- und Sauerland sehr schnell und schlagkräftig reagiert werden konnte. Auch die Überschwemmungen und Hochwasserbedrohungen in Aachen und im Kreis Euskirchen Ende September haben die Notwendigkeit einer vorgeplanten überörtlichen Hilfe untermauert. Die Bereitschaften für Feuerschutz und Hilfeleistung und vorgeplanten Alarmierungsketten geben den Einsatzleitungen und Krisenstäben Handlungssicherheit. Die fachübergreifende Berücksichtigung aller im Lande vorhandenen Kapazitäten zeichnet den Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen aus und ist in dieser Art neu und in der Bundesrepublik einmalig. Das Konzept der landesweit einheitlichen Struktur, das in der Fläche gleiche Qualitätsstandards der Krisenbewältigung gewährleistet, hat Vorbildfunktion. Mein Ziel ist, diesen Standard beizubehalten und möglichst auszubauen. Dies ist vor dem Hintergrund der Einschränkungen der Fahrzeugausstattung des Bundes im erweiterten Katastrophenschutz eine schwierige, aber auch lösbare Aufgabe. Einen neuen Schwerpunkt wird dabei der Ausbau eines flächendeckenden ABC-Schutzes durch die Feuerwehren darstellen. Ihre Einsatzbereitschaft und die zielorientierte Zusammenarbeit mit Ihnen machen mich zuversichtlich, dass für unser Land der bundesweit beispielhafte Weg der überörtlichen Hilfe weiter ausgebaut werden kann. Mit modernen Fahrzeugen, neuen Ausstattungen, einem im Landesnetz verfügbaren Informationssystem Gefahrenabwehr und dem Digitalfunk als Kommunikationstechnik der Zukunft, werden weitere Voraussetzungen für eine schlagkräftige Gefahrenabwehr geschaffen. Dafür werden wir auch im kommenden Jahr wieder hohe Beträge investieren.
Wir werden auch dem vorbeugenden Brandschutz weiterhin eine hohe Aufmerksamkeit widmen. Die gemeinsame Rauchwarnmelder-Kampagne des Innen- und Bauministeriums ist bisher sehr erfolgreich verlaufen. Die hohe Nachfrage nach den begleitenden Informationsmaterialien zeigt dies deutlich. Als Aktive vor Ort haben Sie dazu einen wichtigen Beitrag geleistet. Ich würde mich freuen, wenn Sie diese lebensrettende Aufklärungsarbeit auch im nächsten Jahr mit gleichem Engagement unterstützen. Allen Helferinnen und Helfern, Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern danke ich für die hervorragende Arbeit. Dies sage ich auch im Namen der Landesregierung. Ein besonderer Dank gilt denjenigen, die neben ihren beruflichen Verpflichtungen und in ihrer Freizeit in der täglichen Gefahrenabwehr und im Katastrophenschutz Hilfe für die Menschen in Nordrhein-Westfalen leisten.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest,
Gesundheit und alles Gute für das Jahr 2008.
Mit freundlichem Gruß
(Dr. Ingo Wolf MdL)
Verband
Schulung und Einsatz
FUK NRW
Technik
Recht
Kurz informiert
Titelbild: Haus Phönix, Bergneustadt (Computer grafik)
Bearbeitung: Dagmar Frisch-Schemberg