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NRW Feuerwehren massiv gefordert
– Sturm, Dürre, Hochwasser –
Der bisherige Verlauf des Jahres 2007 ist für die Feuerwehren durch eine Vielzahl von wetterbedingten Einsätzen gekennzeichnet. Diese erreichten in vielen Fällen die Katastrophenschwelle, so dass in einigen
Landkreisen und kreisfreien Städten die Großschadenslage erklärt wurde. Am 18. Januar wütete nach
vorangegangenen tagelangen Regenfällen das Orkantief Kyrill über NRW. Fazit: Dauereinsatz für die Feuerwehren,Millionen Schäden und leider auch tote und schwer verletzte Feuerwehrangehörige. Teilweise dauerte es Tage, bis Stromversorgung und Telefonverbindungen wieder hergestellt und Verkehrswege wieder frei waren. Für viele an eine stets intakte Infrastruktur gewöhnte Bürger eine völlig neue Erfahrung.
Dann kam ein herrlicher Frühsommer, mit Temperaturen und Wetter, wie wir es uns für den Hochsommer gewünscht hätten. Doch für die Feuerwehren bedeutete dies eine hohe Waldbrandgefahrenlage. Zahlreiche Waldbrände mussten bekämpft werden. Im Sauerland wurde bei einem Waldbrand die Bundeswehr mit Hubschraubern und den beim IdF stationierten Löschwasseraußenlastbehältern zur Unterstützung angefordert.
Der Sommer fiel buchstäblich ins Wasser. Auch in Gebieten, in denen Hochwasser bislang nahezu unbekannt waren, kam es nach tagelangem Starkregen zu verheerenden Überschwemmungen mit hohen Sachschäden. Leider waren auch hier Menschenleben zu beklagen. Manche Feuerwehr benötigte zum ersten Mal in ihrer Geschichte größere Mengen Sandsäcke.
Als Fazit bleibt zu ziehen: Die Feuerwehren leisteten hervorragende Arbeit, die die Bürger zu respektieren wissen. Probleme mit Arbeitgebern sind bei diesen Einsätzen nicht bekannt geworden. Aber es bleibt auch festzuhalten, dass Feuerwehren bis an ihre Leistungsgrenze kamen. Neben dem weiteren Aufbau des Katastrophenschutzes, bei dem man Nordrhein-Westfalen eine hohe Qualität bescheinigen muss, wird man sich in Anbetracht dieser neuen Herausforderungen auch auf der Ebene der Feuerschutzträger um die ein oder andere Beschaffungsmaßnahme zur Abarbeitung solcher Einsätze Gedanken machen müssen. Denn wenn das gesamte Land von Schadensereignissen betroffen ist, ist überörtliche Hilfe nur noch sehr eingeschränkt möglich. Ein wirksamer Katastrophenschutz ist nur möglich, wenn alle Aufgabenträger einschließlich der Hilfsorganisationen über die ausreichende Qualität und Quantität verfügen.
Und wie geht es wettermäßig weiter? Im Herbst gibt es häufig Herbststürme und dann kommt der Winter. Es wird sich zeigen, wie warm wir uns anziehen müssen.
Ralf Fischer
Vizepräsident LFV NRW
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Kurz informiert
Titelbild: Großbrand in Recyclingfirma
Foto: Heike Krampe