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Die aktuelle Ausgabe 1-2 2009

Aus dem Inhalt

"Die Abfrage"

Hans-Joachim Donner,BD Dipl.-Ing.Vizepräsident LFV NRW,Stv. Vorsitzender AGBF NRWAls gegen Ende des vergangenen Jahres die Lehrgangszuteilungen 2009 des Instituts der Feuerwehr die Städte, die Kreise und die Gemeinden erreichten, ging ein Aufschrei durch das Land. Den Landesfeuerwehrverband und auch die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in NRW erreichten Proteste in bisher nicht gekanntem Umfang.
Der gemeinsame Tenor: unzureichende Berücksichtigung bei der Verteilung der Lehrgangsplätze.
Was war geschehen? Im Ausbildungsbeirat war Mitte des vergangenen Jahres die Lehrgangsplanung des IdF für das Jahr 2009 vereinbart worden. Hier war zu verzeichnen, dass eine geringfügige Reduzierung der Lehrgänge B III (-1), F III (-2), F IV (-1) und F/B V (-1) im Wege einer Kompromisslösung beschlossen worden ist. Warum stellt das eine Kompromisslösung dar? Die Qualität insbesondere der Führungslehrgänge hat sich aufgrund des Wunschs der Kunden in den letzten Jahren erheblich gesteigert. So ist hierbei der Dozentenansatz in einigen Lehrgangsbereichen nahezu verdoppelt worden, die Anzahl der Teilnehmer je Lehrgang wurde mit einer Obergrenze belegt. Der praktische Ausbildungsanteil wurde drastisch ausgeweitet. Diese Optimierung wird von allen Lehrgangsteilnehmern nach Befragungen uneingeschränkt positiv beurteilt. Darüber hinaus kamen neue Aufgabenfelder hinzu: Krisenmanagement, Digitalfunk etc.
Man muss hierbei jedoch klar erkennen, dass die Kapazitäten des IdF begrenzt sind. Das sowohl auf der personellen Seite als auch in Bezug auf die Anzahl der Lehr- und Unterrichtsräume wie auch der praktischen Ausbildungsmöglichkeiten. Hier klafft die Schere offensichtlich auseinander! Dies wurde aber bereits im Jahr 2006 erkannt. Im Auftrag des Innenministeriums hatte eine Arbeitsgruppe den Auftrag, das Zuteilungs- und Vergabeverfahren der Lehrgangsplätze am IdF zu überprüfen, mit dem Ziel, eine Optimierung zu erreichen. Das war die Geburtsstunde der “STRICKMANN-TABELLE”. Dies ist ein intelligentes Instrument zur bedarfsgerechten Darstellung des notwendigen Aus- und Fortbildungsumfangs bei den Feuerwehren, sowohl bei der ehrenamtlichen als auch bei den hauptamtlichen Kräften. Eine Umfrage in allen 396 Städten und Gemeinden wurde 2006 gestartet, mit dem Ziel, den landesweiten Bedarf an Lehrgangsplätzen am IdF zu ermitteln. Der Rücklauf dieser Umfrage lag jedoch dermaßen niedrig, so dass eine belastbare Aussage nicht getroffen werden konnte. Das Projekt wurde eingestellt. Die Gründe für die Nichtbeantwortung liegen hierbei offensichtlich bei den Feuerwehren selbst und das ist sehr bedauerlich. Nun haben LFV und AGBF NRW in einer gemeinsamen Beschlusslage Ende 2008 festgelegt, erneut eine Abfrage durchzuführen. Diese Abfrage soll möglichst einfach gestaltet sein. Sie ermittelt lediglich die IST-Zahl der Führungslehrgänge. Damit soll schlussendlich eine “Landes-Strickmann-Tabelle” gefüttert werden, um den Bedarf an Führungslehrgängen der Feuerwehren im Land Nordrhein-Westfalen darzustellen. Diese Zahlen fehlen uns und sind für eine Argumentation im Ausbildungsbeirat unerlässlich! Die Abfrage ist stark vereinfacht. Sie berücksichtigt keine individuellen Konstellationen der Führungskräfte in den Feuerwehren. Sie ist anonym, Rückschlüsse auf einzelne Städte und Gemeinden sollen nicht gezogen werden können. Es ist jedoch für das Verfahren wichtig, dass sich alle Städte und Gemeinden an der Abfrage beteiligen. Nur wenn uns ein verlässliches Zahlenwerk vorliegt, können wir gemeinsam imAusbildungsbeirat nach Lösungen suchen. Wir haben alle gemeinsam ein großes Interesse, die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren weiterhin auf dem hohen Niveau in Nordrhein-Westfalen zu halten, wobei natürlich die Quantität der Lehrgänge dabei nicht leiden darf!
Deshalb bitte ich Sie nachdrücklich um Beteiligung an dieser Abfrage.

Mit kameradschaftlichen Grüßen
Hans-Joachim Donner,
BD Dipl.-Ing.
Vizepräsident LFV NRW
Stv. Vorsitzender AGBF NRW

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